2026
Jahresprogramm
Das Programm für 2026 blickt in eine bereits vergangene Zukunft: Die Welt wird als Ruine verstanden, der Ausstellungsort selbst Teil davon. Diese Imaginationen, Phantasien und Fiktionen entwickeln im Kunst Raum Mitte ein Eigenleben. Der Annahme folgend, dass die Zukunft schon vorüber ist, werden weder glanzvolle Zukunftsutopien entworfen noch der Abgrund alles Bestehenden prognostiziert. Vielmehr wird das Nachleben der Ruine zum Protagonisten des Programms; ihre fortwirkenden Bedeutungen existieren als Spur und Echo weiter. Wie also kann eine Welt aussehen, wenn ihr Ende bereits stattfand?
DISSOLUTIONS setzt das Prinzip der Auflösung und Verflüchtigung einem um sich greifenden Kapitalismus und sich verfestigenden Ausbeutungsverhältnissen entgegen. Die Folgen von Nationalismus, Rohstoffraubbau, Klimawandel und kolonialer Unterdrückung werden als irreparabel verstanden. Als Folge zeigt das Programm keine Rettungsversuche, sondern den entschiedenen Zerfall bestehender Verhältnisse – sowie die Heimsuchungen, Fantasien und Vorstellungen vergangener Zeiten.
Nach der Wiedereröffnung der galerie weisser elefant als Kunst Raum Mitte 2024 greift DISSOLUTIONS als letztes kuratorisches Programm unter der Künstlerischen Co-Leitung des Kunst Raum Mitte von Natalie Keppler und Agnieszka Roguski diesen Zeitpunkt auf: Das eigene Archiv seit 2024 kontinuierlich in neue Kontexte und Konstellationen versetzend, wird DISSOLUTIONS zur durchlässigen Membran der eigenen Geschichte und eröffnet damit einen selbstreflexiven, atmosphärischen institutionellen Raum, der die Zukunft durch Strategien des Auflösens neu denkt.
Den Anfang machen raumgreifende Installationen von Johannes Büttner und Catherina Cramer. Im Mai eröffnet eine Einzelausstellung der Künstlerin und Filmemacherin Mooni Perry, die sich in ihren Arbeiten mit feministischen Lesarten ostasiatischer Kosmologie und spekulativer Fiktion beschäftigt – und dabei die Grenzen zwischen Erinnerung und Verschwinden verwischen lässt. Im Herbst folgt eine Einzelausstellung von Julius Pristauz, der durch seine installative und performative Praxis Identitätskonzepte sowie die Trennung zwischen privaten und öffentlichen Sphären zum Erodieren bringt. Außerdem geplant sind Screenings, Performances und Talks mit Monthika Kham-on, Luzie Meyer, Hanwen Zhang, Beatrice Marchi und anderen.
Das Programm für 2026 blickt in eine bereits vergangene Zukunft: Die Welt wird als Ruine verstanden, der Ausstellungsort selbst Teil davon. Diese Imaginationen, Phantasien und Fiktionen entwickeln im Kunst Raum Mitte ein Eigenleben. Der Annahme folgend, dass die Zukunft schon vorüber ist, werden weder glanzvolle Zukunftsutopien entworfen noch der Abgrund alles Bestehenden prognostiziert. Vielmehr wird das Nachleben der Ruine zum Protagonisten des Programms; ihre fortwirkenden Bedeutungen existieren als Spur und Echo weiter. Wie also kann eine Welt aussehen, wenn ihr Ende bereits stattfand?
DISSOLUTIONS setzt das Prinzip der Auflösung und Verflüchtigung einem um sich greifenden Kapitalismus und sich verfestigenden Ausbeutungsverhältnissen entgegen. Die Folgen von Nationalismus, Rohstoffraubbau, Klimawandel und kolonialer Unterdrückung werden als irreparabel verstanden. Als Folge zeigt das Programm keine Rettungsversuche, sondern den entschiedenen Zerfall bestehender Verhältnisse – sowie die Heimsuchungen, Fantasien und Vorstellungen vergangener Zeiten.
Nach der Wiedereröffnung der galerie weisser elefant als Kunst Raum Mitte 2024 greift DISSOLUTIONS als letztes kuratorisches Programm unter der Künstlerischen Co-Leitung des Kunst Raum Mitte von Natalie Keppler und Agnieszka Roguski diesen Zeitpunkt auf: Das eigene Archiv seit 2024 kontinuierlich in neue Kontexte und Konstellationen versetzend, wird DISSOLUTIONS zur durchlässigen Membran der eigenen Geschichte und eröffnet damit einen selbstreflexiven, atmosphärischen institutionellen Raum, der die Zukunft durch Strategien des Auflösens neu denkt.
Den Anfang machen raumgreifende Installationen von Johannes Büttner und Catherina Cramer. Im Mai eröffnet eine Einzelausstellung der Künstlerin und Filmemacherin Mooni Perry, die sich in ihren Arbeiten mit feministischen Lesarten ostasiatischer Kosmologie und spekulativer Fiktion beschäftigt – und dabei die Grenzen zwischen Erinnerung und Verschwinden verwischen lässt. Im Herbst folgt eine Einzelausstellung von Julius Pristauz, der durch seine installative und performative Praxis Identitätskonzepte sowie die Trennung zwischen privaten und öffentlichen Sphären zum Erodieren bringt. Außerdem geplant sind Screenings, Performances und Talks mit Monthika Kham-on, Luzie Meyer, Hanwen Zhang, Beatrice Marchi und anderen.