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DISSOLUTIONS—Julius Pristauz

17. Oktober 2026 — 10. Januar 2027


Julius Pristauz

Einzelausstellung

Die Ausstellung von Julius Pristauz verbindet körperliche und räumliche Erfahrung mit konkreten gesellschaftlichen Realitäten. Sie soll die Besuchenden dazu anregen, sich mit  den spürbaren sowie unsichtbaren Dynamiken und Kräften, die sie umgeben, auseinanderzusetzen. Wind wird in der Ausstellung  zu einer Instanz, die formt, Bewegungen verlangsamt, Richtungen ändert, in Frage stellt, Fortschritt vorantreibt oder erschwert.

Julius Pristauz betitelt die Ausstellung als Gesamtinstallation mit GEGENWIND und versteht diesen sowohl im physischen als auch im politischen Sinne. In verschiedenen Medien und vor dem Hintergrund zunehmender Repressionen, die nicht zuletzt auch die queere Community und die gesamte Kulturszene betreffen, hinterfragt er bestehende Infrastrukturen, die Freiheiten ermöglichen und zugleich zunehmend angreifen und abbauen.

Gegenwind wird weniger als eindeutiges Motiv denn als Zustand verstanden: Die Lichtinstallation von 2025 sketch for an assembly und Pristauz’ neues Video B.O.Y begegnen sich innerhalb einer räumlichen Konstellation, in der Hoffnungen, Widerstände und die Verschiebung von Machtverhältnissen miteinander in Beziehung treten. Durch die verschiedenen Lichtstimmungen und Luftströmungen der eigens für die Ausstellung im Kunst Raum Mitte produzierten, kinetischen Skulpturen entsteht eine Installation, die persönliche Erfahrung, gesellschaftspolitisches Klima und die nüchterne Form und Materialität der Arbeiten gleichermaßen spürbar machen. 


Gegenwind findet im Englischen keine unmittelbare, gleichwertige Entsprechung, wodurch die aktuelle und historische Dimension in Deutschland umso deutlicher wird: auch Künstler*innen in der ehemaligen galerie weisser elefant richteten sich mit ihrer Kunst gegen das DDR System und blickten gleichzeitig dem “Wind of Change” (dt.: Wind des Wandels) der Wiedervereinigung mit Identitätsfragen entgegen.

Kuratorin der Ausstellung: Natalie Keppler


Veranstaltungen:

22.10.2026, 19:00
Performance von Julius Pristauz mit Elena Francalanci,
sketch for a conversation on pleasure and pain (2026)

20.11.2026, 18:00
Führung und Gespräch
mit Julius Pristauz und Natalie Keppler

Julius Pristauz (*1998, Judenburg, AT) lebt und arbeitet in Berlin. Er studierte Transmediale Kunst an der Universität für angewandte Kunst in Wien sowie Performance an der Fakultät für bildende Künste in Brünn, Tschechien. In seiner multimedialen Praxis untersucht Pristauz performative Ausdrucksformen, deren Verhältnis zu gebautem Raum sowie gesellschaftliche Binaritäten als künstlerisches Material und strukturellen Kontext. Seine Installationen und Performances thematisieren dabei wiederholt die Konstruktion und Durchlässigkeit von Identitäten und sozialen Oberflächen sowie Spannungsfelder zwischen privaten und öffentlichen Sphären. Neben seiner Tätigkeit als freischaffender Künstler arbeitet er als freier Kurator und Autor im Bereich zeitgenössischer Kultur. 
Seine künstlerischen Arbeiten wurden unter anderem im Kunstmuseum Stuttgart (2026), in der Kunsthal Mechelen (2025), im Kunstraum Lakeside, Klagenfurt am Wörthersee (2025) und im Kunstbunker Nürnberg (2024), in der Kunsthalle Wien (2023) sowie in der Halle für Kunst Steiermark, Graz (2023), gezeigt. 

Der Künstler wird freundlicherweise unterstützt durch das österreichische Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport.

Die Ausstellung ist Teil der zweiten Sequenz des Jahresprogramms DISSOLUTIONS, das Prozesse des Auflösens und Neuformulierens von Narrativen erkundet. Mehr zur Sequenz hier.

B.O.Y, 2026 (video still). Courtesy the artist. B.O.Y, 2026 (video still). Courtesy the artist.
B.O.Y, 2026 (video still). Courtesy the artist.
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DISSOLUTIONS—Julius Pristauz

Die Ausstellung von Julius Pristauz verbindet körperliche und räumliche Erfahrung mit konkreten gesellschaftlichen Realitäten. Sie soll die Besuchenden dazu anregen, sich mit  den spürbaren sowie unsichtbaren Dynamiken und Kräften, die sie umgeben, auseinanderzusetzen. Wind wird in der Ausstellung  zu einer Instanz, die formt, Bewegungen verlangsamt, Richtungen ändert, in Frage stellt, Fortschritt vorantreibt oder erschwert.

Julius Pristauz betitelt die Ausstellung als Gesamtinstallation mit GEGENWIND und versteht diesen sowohl im physischen als auch im politischen Sinne. In verschiedenen Medien und vor dem Hintergrund zunehmender Repressionen, die nicht zuletzt auch die queere Community und die gesamte Kulturszene betreffen, hinterfragt er bestehende Infrastrukturen, die Freiheiten ermöglichen und zugleich zunehmend angreifen und abbauen.

Gegenwind wird weniger als eindeutiges Motiv denn als Zustand verstanden: Die Lichtinstallation von 2025 sketch for an assembly und Pristauz’ neues Video B.O.Y begegnen sich innerhalb einer räumlichen Konstellation, in der Hoffnungen, Widerstände und die Verschiebung von Machtverhältnissen miteinander in Beziehung treten. Durch die verschiedenen Lichtstimmungen und Luftströmungen der eigens für die Ausstellung im Kunst Raum Mitte produzierten, kinetischen Skulpturen entsteht eine Installation, die persönliche Erfahrung, gesellschaftspolitisches Klima und die nüchterne Form und Materialität der Arbeiten gleichermaßen spürbar machen. 


Gegenwind findet im Englischen keine unmittelbare, gleichwertige Entsprechung, wodurch die aktuelle und historische Dimension in Deutschland umso deutlicher wird: auch Künstler*innen in der ehemaligen galerie weisser elefant richteten sich mit ihrer Kunst gegen das DDR System und blickten gleichzeitig dem “Wind of Change” (dt.: Wind des Wandels) der Wiedervereinigung mit Identitätsfragen entgegen.

Kuratorin der Ausstellung: Natalie Keppler


Veranstaltungen:

22.10.2026, 19:00
Performance von Julius Pristauz mit Elena Francalanci,
sketch for a conversation on pleasure and pain (2026)

20.11.2026, 18:00
Führung und Gespräch
mit Julius Pristauz und Natalie Keppler

Julius Pristauz (*1998, Judenburg, AT) lebt und arbeitet in Berlin. Er studierte Transmediale Kunst an der Universität für angewandte Kunst in Wien sowie Performance an der Fakultät für bildende Künste in Brünn, Tschechien. In seiner multimedialen Praxis untersucht Pristauz performative Ausdrucksformen, deren Verhältnis zu gebautem Raum sowie gesellschaftliche Binaritäten als künstlerisches Material und strukturellen Kontext. Seine Installationen und Performances thematisieren dabei wiederholt die Konstruktion und Durchlässigkeit von Identitäten und sozialen Oberflächen sowie Spannungsfelder zwischen privaten und öffentlichen Sphären. Neben seiner Tätigkeit als freischaffender Künstler arbeitet er als freier Kurator und Autor im Bereich zeitgenössischer Kultur. 
Seine künstlerischen Arbeiten wurden unter anderem im Kunstmuseum Stuttgart (2026), in der Kunsthal Mechelen (2025), im Kunstraum Lakeside, Klagenfurt am Wörthersee (2025) und im Kunstbunker Nürnberg (2024), in der Kunsthalle Wien (2023) sowie in der Halle für Kunst Steiermark, Graz (2023), gezeigt. 

Der Künstler wird freundlicherweise unterstützt durch das österreichische Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport.

Die Ausstellung ist Teil der zweiten Sequenz des Jahresprogramms DISSOLUTIONS, das Prozesse des Auflösens und Neuformulierens von Narrativen erkundet. Mehr zur Sequenz hier.