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Performative Lesung: Besaid, bedone

2. Juli 2026, 19 Uhr


Luzie Meyer

Performative Lesung: Besaid, bedone

2. Juli 2026, 19 Uhr

Luzie Meyers performative Lesung Besaid, bedone verbindet Textfragmente mit Soundelementen. Gemeinsam bilden sie eine assoziative Annäherung an die Trauerarie „Che si può fare“ – zu Deutsch „Was kann man tun?“ – der italienischen Barockkomponistin Barbara Strozzi. Angelehnt an das Motiv der Ruine beschreibt der Titel den Niedergang einer möglichen Zukunft; er verweist auf die Unfähigkeit zu handeln oder zu hoffen. Die Künstlerin greift diese Stimmung auf und nähert sich spekulativ an Strozzis gefühlte Lebensrealität an, die hier von Dystopie, Korruption und Endzeitstimmung geprägt ist. Gegenwart und Barock greifen durch das von Meyer in Bruchstücke zerlegte, neu aufgenommene und veränderte Klagelied ineinander.

Während das Original mit ständigen Wiederholungen um die Erfahrung von Schmerz und Niedergang kreist, überträgt die Performance diese Gefühle in die Gegenwart: in eine Zeit, in der Kulturräume schließen, Infrastrukturen wegbrechen und das Klima kollabiert. Luzie Meyer markiert diesen historischen Umbruch, indem sie den Verfall aus einer persönlichen Perspektive beschreibt; dabei bleibt unklar, ob diese Meyer oder Strozzi entspricht – einer Figur, deren Status als einzige weibliche Komponistin in der wohlhabenden venezianischen Gesellschaft des 17. Jahrhunderts prekär war und von Gönnern abhing. Indem sich die Texte zwischen Essay und Gedicht bewegen, eröffnen sie einen Raum der Spekulation, der nach Möglichkeiten sucht, selbstbestimmt zu handeln.

Bild: Courtesy Luzie Meyer Bild: Courtesy Luzie Meyer
Bild: Courtesy Luzie Meyer
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Performative Lesung: Besaid, bedone

Courtesy the artist

2. Juli 2026, 19 Uhr

Luzie Meyers performative Lesung Besaid, bedone verbindet Textfragmente mit Soundelementen. Gemeinsam bilden sie eine assoziative Annäherung an die Trauerarie „Che si può fare“ – zu Deutsch „Was kann man tun?“ – der italienischen Barockkomponistin Barbara Strozzi. Angelehnt an das Motiv der Ruine beschreibt der Titel den Niedergang einer möglichen Zukunft; er verweist auf die Unfähigkeit zu handeln oder zu hoffen. Die Künstlerin greift diese Stimmung auf und nähert sich spekulativ an Strozzis gefühlte Lebensrealität an, die hier von Dystopie, Korruption und Endzeitstimmung geprägt ist. Gegenwart und Barock greifen durch das von Meyer in Bruchstücke zerlegte, neu aufgenommene und veränderte Klagelied ineinander.

Während das Original mit ständigen Wiederholungen um die Erfahrung von Schmerz und Niedergang kreist, überträgt die Performance diese Gefühle in die Gegenwart: in eine Zeit, in der Kulturräume schließen, Infrastrukturen wegbrechen und das Klima kollabiert. Luzie Meyer markiert diesen historischen Umbruch, indem sie den Verfall aus einer persönlichen Perspektive beschreibt; dabei bleibt unklar, ob diese Meyer oder Strozzi entspricht – einer Figur, deren Status als einzige weibliche Komponistin in der wohlhabenden venezianischen Gesellschaft des 17. Jahrhunderts prekär war und von Gönnern abhing. Indem sich die Texte zwischen Essay und Gedicht bewegen, eröffnen sie einen Raum der Spekulation, der nach Möglichkeiten sucht, selbstbestimmt zu handeln.